Liebe Freunde,

nachdem wir vor 10 Tagen in Barcelona angekommen sind haben wir gemerkt, wieviel Gluuck wir wirklich mit dem Wetter hatten auf unserer Radtour. Während wir am Samstag bei bestem Wetter unseren letzten Reisetag hatten stöhnte die ganze Region am Sonntag unter starken Regenfällen und Überschwemmungen. Wären wir da noch unterwegs gewesen hätten wir ein echtes Problem gehabt.

So konnten wir uns darauf konzentrieren unsere müden Muskeln zu pflegen und uns auszuruhen.

Es ist eine interessante Erfahrung, dass wir nach den fast 4 Wochen auf den Rädern in Barcelona sich plötzlich ein Gefühl von Leere breit machte. Während der Fahrradtour waren wir mit Streckenplanung, Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten, Gepäcktaschen aus- und wieder einpacken beschäftigt, dann Stunden auf den Rädern, das tägliche Waschen der verschwitzten Fahrradkleidung – die Tage w

aren gefüllt und folgten einem Rhythmus – und der war nach dem Erreichen des Ziels nicht mehr relevant. Eine Lehre aus dieser Situation für zukünftige Fahrradreisen wird sein, dass wir am Zielort nicht zuviel Zeit einplanen.

Inzwischen sind wir besser in einem “normalen Urlaubsrhythmus” angekommen und streifen zu Fuss durch die Stadt und die Umgebung. Am Wochenende fand der “Cavatast” in Sant Sarduni (Penedés) statt. Das heisst das rund 50 Cavahersteller dort ihre Cavas (Sekt mit Flaschengärung) präsentieren und dazu gibt es Leckereien zum Essen aus der Region. Das Cavafest findet jedes Jahr am ersten Oktoberwochenende statt und ist von Barcelona aus prima mit der Bahn zu erreichen (Linie R4 ab Plaza Catalunya).

Cava Tast meal 2014

Cava Tast meal 2014

Sant Sarduni de Penedés

Sant Sarduni de Penedés

Grundsätzlich scheint es uns als wären mehr Touristen in Barcelona als vor 2 Jahren. Der Park Guell war dermassen von Besuchern und Verkäufern überlaufen, dass wir so schnell es ging geflüchtet sind. Das hatten wir noch nie… Und auch der Eintritt zu grossen Teilen des Parks und beim Hospital Sant Pau ist neu.

Hospital San Pau, Barcelona

Hospital San Pau, Barcelona

 

Was man überall in Katalunien und in Barcelona sieht sind die Forderungen nach der Abstimmung zur Unabhängigkeit am 9. November. Es ist immer wieder erstaunlich wie weit die Darstellungen des Themas in der katalanischen und der zentral-Spanischen Presse aus einander gehen. Und mit welcher Polemik und beinahe Abscheu die Berichterstattung aus Madrid vor sich geht. Ich habe grosse Schwierigkeiten das Vorgehen von Madrid zu verstehen – für mich ist es ein Grundrecht seine Meinung äussern zu können und nur das steht hinter dem 9. November. Die Katalanen wollen eine Meinungsumfrage ob die Bevölkerung für oder gegen die Unabhängigkeit ist. Was man mit dem Ergebnis macht, welche Optionen es gibt (oder nicht gibt) ist offen. Aber schon die Meinungsumfrage wurde verboten, begleitet von Drohungen und Beschimpfungen. Es wird spannend sein zu sehen, was passiert und es bleibt zu hoffen, dass der Konflikt nicht eskaliert.

"It is normal to vote"  Catalans advertising for independence vote on 9th November 2014

“It is normal to vote”
Catalans advertising for independence vote on 9th November 2014

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