Leg 14 & 15: Eventually… the South!

Toulon

Dear friends,

it is a bit tricky to describe these two legs… Reason being that it would be best to completely forget about the 100 kilometers between Macon and some 30km south of Lyon. It was simply not nice and was not made any better by trying somehow to find a way to leave Lyon… The mentioned 30 kilometers were marked by us not being able to find any kind of bicycle path and we were with bikes and panniers in the middle of heavy traffic, surrounded by cars and lorries until we accidentally found the “Via Rhona”. That is the bike route which shall lead us first to the river Rhone and following it towards the Mediterranean Sea.
Olli helps anoter cyclists en route
Well, let`s say that Via Rhona is nothing for people with weak nerves. What we have found so far was: Missing sign posts, perfect indication of the route, paths that were hardly possible to cycle and brilliant surfaces. To keep things entertaining they change in random order 🙂 The second half of the stage eventually made up for it and became more and more beautiful. Even people we met were a lot more friendly than around Lyon (where I admit they appeared to be rather grumpy – no offense…) – and our mood rose!
Today`s leg was rather short with 65km and absolutely gorgeous: The landscape became more “southern” (as Olli said: Look, the grass is looking burnt from the sun!!), Valence is beautiful and rewarded the visit with a wonderful lunch – and we enjoyed the rest of the day to Le Pouzin fully. Even the headwind did not bother us too much – we have been very lucky so far with backwind that it almost feels right to have a bit of a headwind now.
Chambre d`Hote in Le Pouzin
Chambre d`Hote in Le Pouzin - including dog
The funniest what has happened so far took place in front of a supermarket just beyond Lyon. We were approached by an elderly couple and while I tried to make sense of his gentle words the wife taps on the sholder of the husband and says: “Honey, I think they don`t speak French. Look at the way they travel – No French would do THAT.” I almost died laughing 🙂

Tomorrow we will go towards Orange – we get ever closer to the Sea!

So it`s Bye Bye from us for now… Bye Bye!

Claudia & Olli

Tag 11, 12 & 13: Das erste halbe bisschen ist geschafft!

Liebe Freunde!

nachdem wir von Dole und dem ultimativen Chambre d` Hote bei Francois von der La Batellerie (unbedingt merken, wer da vorbei kommt!! Eine bessere Unterkunft KANN MAN NICHT FINDEN!!) sehr unwillig aufgebrochen waren, ging es Richtung des Flusses SaĂ´ne. Zu Olli`s Entsetzen fĂĽhrte uns das zunächst Richtung Nord-West. Und das ist ja ziemlich genau 90 Grad zu dem, wo wir eigentlich hin wollten… Das klärte sich dann irgendwann und wir fuhren wir wieder in die “richtige” Richtung. Auch weil wir irgendwann wieder den Radweg verliessen und uns ab durch die Dörfer schlugen. Zum Mittag waren wir auf einer sonnigen Terrasse mit etwa 20 weiteren französischen Radfahrern, die in der Gegenrichtung unterwegs waren und uns nach dem Zustand des Radweges (in Deutsch… :-)) fragten.
Der Tag war schön – eine lebhafte, hĂĽglige Landschaft und auch wenn das hiess, dass wir immer wieder rauf und runter mussten, so war es doch ein sehr vergnĂĽglicher Fahrradtag. Wir kamen an unserer Unterkunft an, die sich als Jadgschlösschen aus dem 17. Jahrhundert herausstellte…. in recht originaler Verfassung in jeder Hinsicht. Als die Besitzer fragten, ob wir denn auch Abendessen haben wollten waren wir begeistert – und oh Mann, haben wir wunderbar gegessen! Das meiste war aus der Region oder gar dem einen Garten und es war unglaublich lecker. Vier Gänge später kamen leicht verirrte Britische Gäste an, mit denen wir dann viel zu lange lachend und Wein genieĂźend am Tisch sassen und die Zeit vergassen…

Chambre d`Hote in Givry   View on Cluny

Am nächsten Morgen waren wir dann erstaunlicherweise doch die ersten, die auf den Beinen waren und machten und auf den Weg nach Cluny (oder wie Olli es auf Finnisch-Franzöisch ausspricht Clooney). Da wollte ich immer mal hin! Cluny, in dem so vieles kirchengeschichtlich wichtige erdacht und formuliert worden ist – und womit ich mich zusammen mit meinem Studienfreund Janni beschäftigt habe. Wunderbar! Von dem Kloster und der Kirche ist kaum noch etwas da (wurde alles im 17. Jhd grĂĽndlich zerstört und geschleift), aber die Stadt ist hĂĽbsch – und fĂĽr mich war es wirklich etwas besonderes in dem Rest des alten Gemäuers herum laufen zu können.
Cluny Abbey   Nach Cluny ging es immer wieder knackig bergauf… teilweise 10 – 15% Steigung. Da musste ich dann doch auch zweimal schieben und meine Beine fanden den Ausflug auf einmal gar nicht mehr so einfach. Toll war der längste Fahrradtunnel Europas: Tunnel klingt ja erfreulicherweise so, als wĂĽrde man da eher ohne Steigung durch den Berg kommen, aber dem war nicht so. Nachdem wir japsend den Berg hoch geradelt sind (wenn man das bei ca. 5km/h so nennen darf) sind wir dann steil bergab gerollt und in den Tunnel rein – 1,6 Kilometer. Ein offenbar alter Tunnel der Eisenbahn. Und dann haben wir dabei auch noch die 1000 Kilometer-Marke erreicht,.. wir sind seit 1000 km unterwegs – wer hätte das gedacht?
Ziel der Etappe war Macon, von dem wir praktisch nichts gesehen haben. Unsere last-minute Ăśbernachtung haben wir neben dem Einkaufszentrum gefunden und so haben wir von der Stadt nichts gesehen.

Gravel, Gravel, Gravel

Die 12. Etappe war ĂĽberraschend unerfreulich. Die Radwege wurden schon in den letzten Tagen immer schlechter – aber heute war es dann wirklich schlimm.   Die Wege waren unbefestigt mit faustgroĂźen losen Steinen – ĂĽber eine Strecke von gut 6 Kilometern. Danach sind wir auf die Strasse ausgewichen, die ziemlich stark befahren war. Die 70 Kilometer heute waren anstrengend – gut, dass morgen (Sonntag) Ruhetag ist! Laut gelacht haben wir dann als Französisch Ignoranten bei diesem Ortsnamen… St. Cure d`Ars. Das muss ein Wallfahrtsort fĂĽr Fahrradfahrer sein – bestimmt!! Cyclists cure....

Lyon hat uns bisher total ĂĽberrascht. Was wir gesehen haben ist schön und immerhin ist es ja die Hauptstadt der französischen KĂĽche 🙂 Bisher haben wir ein sehr unterhaltsames Ballett mit professionellen Tänzern auf einem Platz gesehen (Damen wie Herren im TĂĽtĂĽ – sehr fein) und ĂĽber die schöne Architektur gestaunt. Morgen werden wir uns weiter umsehen in der Altstadt und wohl ein Museum besuchen.

 

Bis bald!

Claudia & Olli